Home   Franz Joseph   Dienstleistungen   Porträts   Daguerreotypien   Filmausschnitte   Hofkalender   Kontakt   Magyar   English  
 
       
     
       
  Der Kaiser glaubte unerschütterlich an sein auf Gottesgnadentum basiertes Recht, Österreich und dessen Erbländer zu regieren, trotz der Tatsache, daß er ein konstitutionelles Staatsoberhaupt war. Er vertraute Präsident Theodore Roosevelt an, seine Mission sei es, seine Untertanen vor seinen Ministern zu schonen.

Sein Leben wurde von vielen persönlichen Tragödien überschattet: sein erstes Kind, Erzherzogin Sophie, starb mit zwei Jahren; sein Bruder, Maximilian, Kaiser von Mexiko, wurde von Aufständischen hingerichtet; sein einziger Sohn, Kronprinz Rudolf, beging Selbstmord; seine Ehefrau, Kaiserin Elisabeth [Sisi], wurde ermordet; er verlor viele Kriege und Ländereien und erlebte das Ende von Österreichs Vorrang unter den Deutschen Staaten.

  Er duldete keinen Bruch der Etikette: seine Adjutanten wurden sofort entlassen, wenn sie den Kaiser ansprachen, ohne erstmals von ihm angesprochen worden zu sein oder wenn sie vor ihm die Hacken zusammenschlugen.

Seine große Liebe war das Heer. Er trug meistens Uniform und mochte es nicht, Zivilkleidung zu tragen. Musik und Literatur interessierten ihn nicht übermäßig, aber er besuchte ziemlich oft das Theater sowie Ausstellungen. Er informierte sich nicht besonders eifrig über technische Errungenschaften, aber er hatte doch ein Telefon und eröffnete 1896 als ihr erster Passagier die Budapester Untergrundbahn. Er schlief auf einem einfachen eisernen Feldbett und führte ein bescheidenes Leben inmitten seiner prunkvollen Umgebung.